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Am 14. Juni berät der Bundestag über Elefantenvertreibung: 1. Lesung zum Entgeltgleichheitsgesetz

Es ist ein typisches Watzlawick-Thema. Kennen Sie nicht? Ist ganz einfach: Vom grandiosen Bestsellerautor und Kommunikationstheoretiker Paul Watzlawick stammt folgende Fabel: Ein Polizist auf Streife traf gegen Mitternacht in einer menschenleeren Straße in Berlin einen Mann, der unter einer Laterne stand und rhythmisch laut in die Hände klatschte. „Was tun Sie denn hier?“ fragte der Polizist. „Ich vertreibe die Elefanten!“ sagte der Mann. „Aber hier gibt es doch gar keine Elefanten!“ wunderte sich der Polizist. „Was glauben Sie, was hier los wäre, wenn ich nicht klatschen würde!“ belehrte ihn der Mann.

Nach demselben Strickmuster funktioniert die „Equal Pay“-Debatte: 1. Man nimmt eine (irreführende) Statistik. 2. Man wiederholt deren Interpretationen so lange, bis die Öffentlichkeit diesen mehr vertraut als den selbst gefundenen Tatsachen und dem eigenen Verstand. 3. Man begründet mit den so geschaffenen „Tatsachen“ neue Regularien zur Überwachung und Einflussnahme und sichert auf diese Weise (staatliche) Arbeitsplätze.

Es kennt zwar niemand einen Arbeitgeber, der sich erlauben würde, Frauen und Männern bei gleicher Qualifikation und Erfahrung, gleicher Arbeitsaufgabe und gleicher Position verschiedene Gehälter zu zahlen. Das ist auch schwer vorstellbar. Ein solcher Arbeitgeber wäre in Deutschland schon seit Jahrzehnten locker von jedem Arbeitsgericht zur Änderung seiner Lohnpolitik genötigt worden.

http://www.kompetenznetz-mittelstand.de/blogs/am-14-juni-beraet-der-bundestag-ueber-elefantenvertreibung-1-lesung-zum-entgeltgleichheitsgese

Rettungsfanatiker in Europa ohne Rücksicht auf Verluste

Rettungsfanatiker in Europa ohne Rücksicht auf Verluste

(Mack&Weise) „Wir haben diejenigen gewählt, die ihr Geld im Ausland gebunkert haben und die Steuerflucht nicht nur zulassen, sondern noch fördern. Dafür sind wir selbstverständlich verantwortlich [….]. Aber wir haben auch die Verantwortung, genau das jetzt zu ändern.“ Wer aber so wie der Vorsitzende des griechischen Linksbündnisses (Syriza) Tsipras spricht und dazu auch noch das Eingeständnis („Dystichos eptochevsamen!“ – „Leider sind wir bankrott!“) des einstigen Premiers Trikoupis aus dem Jahr 1893 wiederholen möchte, gilt für die EU-Politiker und deren Systempresse als radikal und darf natürlich auf keinen Fall als Sieger der für den 17.06.2012 angesetzten Wiederholungswahl in Griechenland hervorgehen. Dann doch schon lieber weiter mit den „gewendeten“ Partnern von einst – den beiden „blutsaugenden“ (Guy Verhofstadt) Parteien (Pasok und Nea Dimokratia), die über 30 Jahre und laut EU-Kommission insgesamt über 380 Mrd. Euro an internationalen Hilfen benötigten, um Griechenland auf den Status eines … Entwicklungslandes zu führen!

Wenn es ernst wird, muss man lügen!

Auch wenn nun Herr Juncker droht, Griechenland weiter in der Eurozone halten zu wollen, erinnern seine Worte angesichts des Troika-Versagens nach Plan eher doch nur an seine Aussage von vor fast genau einem Jahr: „Wenn es ernst wird, muss man lügen!“

Zwar versuchen die von der Finanzindustrie dirigierten Politiker seit dem Ausbrechen der Eurozonen-Krise „die Realität zu ignorieren“, doch „man kann nicht die Konsequenzen der ignorierten Realität ignorieren“ (Ayn Rand, US-Autorin). So wird sich beispielsweise durch den „Rückfall“ der Eurozone in die Rezession als kausale Folge „alternativloser“ (Fehl-)Entscheidungen der Politik das ungelöste Problem der Rekordarbeitslosigkeit weiter verschärfen, welches – insbesondere durch die Fundamentierung einer verlorenen Generation – dann zwangsläufig zu sozialen Unruhen und politischen Konflikten führen muss!

Mit der Rettung des Euro steht Europa vor dem Scheitern